Kunstprojekt Picnic ist ein jährliches Kunstprojekt, das seit 2009 in Berlin stattfindet. Bis 2012 wurde es von der Mal- und Zeichenschule Wladimir Prib Berlin sowie der Künstlergruppe LAND ART PAPA WESTRAY organisiert. Seit 2013 wird es ausschließlich von der Mal- und Zeichenschule organisiert und durchgeführt.
Im Vierjahreszyklus wird jeweils zu einem festgelegten Thema gearbeitet. Die Themen sowie ihre Reihenfolge bleiben dabei immer gleich: Kreis, Repetition, Zone und Parallelität. Auf den ersten Blick wirken diese Themen sehr unterschiedlich. Je länger und intensiver man jedoch mit ihnen arbeitet, desto mehr Zusammenhänge und Verbindungen werden sichtbar.
Genau darum geht es: nicht nur eine einzelne Interpretation für jedes Thema zu entwickeln, sondern den gesamten Zyklus als zusammenhängenden Prozess, als fortlaufenden Fluss zu erleben. Dabei werden immer neue Verflechtungen zwischen den einzelnen Themen sichtbar – sowohl mit dem vorhergehenden als auch mit dem folgenden und sogar dem übernächsten Thema.
Der Kreis kann als Rätsel verstanden werden, die Repetition als Verfahren, dieses Rätsel zu entschlüsseln. Die Zone kann als Versuch betrachtet werden, aus dem gewonnenen Material einen Ort zu definieren und zu gestalten. Die Parallelität wiederum lässt sich als Kommunikationsprinzip zwischen der Zone und der Außenwelt oder auch zwischen verschiedenen Zonen begreifen.
Der Höhepunkt dieser jährlichen Zusammenkunft ist eine kollektive 24-Stunden-Session.